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Reebok Ragnar Relay: 6 Freunde, 300 km, 36 Stunden

Wie läuft man 300 km in 36 Stunden ohne zu schlafen? Mit guten Freunden, einem Bus, Umarmungen, Humor und unerschütterlichem Teamgeist.

Wir haben sechs Freunde beim kalifornischen Reebok Ragnar Relay von San Francisco nach Napa begleitet.   Auf der 300 km und 36 Stunden langen Reise wurde geweint, gelacht, gejubelt und schließlich in einem unvergesslichen Moment gemeinsam die Ziellinie überquert.

Das von der Lauftrainerin Laura Ingalls aus Boston angeführte Team aus fünf Frauen und einem Mann trat unter dem passenden Namen „5 Bras and 1 Bruh“ an. Für viele von ihnen war es die kollektive Energie der Lauf-Community, die sie bis über die Ziellinie trug.   

„Das sind Menschen, die sich gerne umarmen und unterstützen, wo es nur geht. Das schafft ein angenehmes Umfeld, in dem jeder er selbst sein kann“, so Laura.

Ein Reebok Ragnar Relay Team in den USA besteht normalerweise aus 12 Läufern, von denen jeder drei Etappen der Strecke übernimmt. Ein „Ultra“-Team, wie das im Film gezeigte, hat die besondere Herausforderung, die gesamte Strecke mit nur sechs Läufern zu bewältigen.

„Pausen gibt es nicht“, sagt Chris Clark aus Chicago, der seinen zweiten Reebok Ragnar Relay läuft.  „Du bist die ganze Zeit auf Achse. Du gehst an deine Grenzen und darüber hinaus.“

Trotz Erschöpfung, Schmerzen, Schlafentzug und nicht viel mehr als ein paar Gläsern Gurken zu Essen kämpfte sich das Team als Einheit in 36 Stunden ans Ziel, wobei jeder zwischen 40 und 60 km lief.  

Es schweißt auf jeden Fall zusammen, wenn man in einem 11-Sitzer auf engstem Raum isst, sich dehnt und versucht, etwas zu schlafen. 

„Richtig verrückt wird es, wenn sich der Schlafentzug bemerkbar macht“, erzählt Kristen Fennell. „Du bist entweder furchtbar schlecht gelaunt oder total aufgedreht.“

Trotz der vielen Kilometer war die Stimmung im Team auch nachts positiv.

„Ich bin so müde, dass ich keinen ganzen Satz mehr rausbringe, aber alles wird gut“, kommentiert Nicole Rodriguez.

Als sich das Team der Ziellinie näherte, gab es eine weitere Hürde: das Zeitlimit fürs Rennen.

„Als Chris nach einer Weile noch nicht da war, machten wir uns Sorgen, ob wir es noch innerhalb des Zeitlimits schaffen würden“, erinnert sich Anya Ipatova, die zu dem Zeitpunkt mit dem Team aufgeregt an der Wechselstation wartete.

Doch dann kam Chris um die Kurve, gab das Armband an Anya, die nächste Läuferin, weiter und kurz darauf überquerte das ganze Team gemeinsam die Ziellinie.

Bei einem so langen Rennen gibt es sowohl Höhen als auch Tiefen, aber die Teammitglieder motivierten sich gegenseitig, über sich hinauszuwachsen und vermeintliche Grenzen zu durchbrechen.

„Die Community gibt mir jeden Tag Kraft“, sagt Mandie Lovan, die nach dem Tod ihres Ehemannes und Sohnes im Laufen Trost gefunden hat.  „Gerade diese Freunde sind immer für mich dagewesen.  Auch wenn du traurig bist, kannst du deine Laufschuhe anziehen und mit deinen Freunden eine Runde drehen.“

Dieses herausfordernde, inspirierende und verrückte Rennen zeigte den sechs Läufern, wie unsere Menschlichkeit zum Vorschein kommt, wenn wir mit unseren Laufschuhen unterwegs sind, und das wir gemeinsam viel erreichen können, wenn wir unsere mentale und physische Stärke auf die Probe stellen.

Der geteilte Glaube daran, dass sie durchs Laufen zu einer besseren Version ihrer selbst werden, und die gegenseitige Unterstützung halfen ihnen über Momente des Selbstzweifels hinweg und die mitunter längsten Strecken ihres Lebens zu laufen, ohne Schlaf, Duschen und ausgeruhte Beine.   

„Gemeinsam sind wir besser und dieses Erlebnis zu teilen ist besser“, findet Laura. „Es ist die beste Erfahrung überhaupt.“

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