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FOLLOW HOW YOU FEEL - Mit Yoga zu einem neuen Lebensgefühl

Pünktlich zum Welt-Yoga-Tag und gleichzeitig dem längsten Tag des Jahres, hat Anna Kleb von @Yogaliebe sich die Zeit genommen, uns über ihre Beziehung zum Yoga zu erzählen: Wie es sie täglich begleitet, was es für sie bedeutet und wie es ihr ganzes Leben beeinflusst. Es sind auch einige inspirierende Anregungen dabei - viel Spaß beim Lesen!

Über Anna von @Yogaliebe:


Anna hat Ihre Yogaausbildung bei Stråla Yoga in New York gemacht. Stråla Yoga ist ein von Tara Stiles kreierter Yoga‐Stil ganz nach dem Prinzip: kein Stress und mehr Spaß auf der Yogamatte. Frei von Zwängen und strengen Regeln werden Asanas, Atemtechniken und Meditation in den Yogaklassen unterrichtet. Im Fokus steht weniger ein spiritueller Yogaansatz. Es geht vielmehr darum den Menschen zu helfen, ihren Körper fernab des Alltagsstresses wieder mit Leichtigkeit und Freude bewegen zu können. Ziel ist es, sich im entspannten Fluss der Bewegungen gut zu fühlen und die Verbindung zu sich selbst zu stärken.

 

Mein Yogaweg: FOLLOW HOW YOU FEEL!

1Mein „Yogaweg“ begann vor nun fast 7 Jahren. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Ausgleich zu meinem anstrengenden Arbeitsalltag. Mein Leben war geprägt von zu vielen Terminen, zu viel Tempo, zu vielen Aufgaben, Erwartungen und Regeln, sowie zu wenig Schlaf und Erholungsphasen. Ich brauchte einen Gegenpol, bei dem ich den Stress des Tages abschütteln konnte und meinen Kopf wieder frei bekam. Eines Tages nahm mich eine Freundin mit zu meiner allerersten Yogastunde und ziemlich schnell wurde mir klar, dass Yoga genau das Richtige für mich war. Ganz egal mit welcher Last vom Tag ich im Yogastudio ankam, nach der Stunde auf meiner Matte war so gut wie alles vergessen und ich fühlte mich energiegeladen, kraftvoll und gut. Die Teilnahme an den Yogaklassen wurde immer regelmäßiger und ich begann zugleich, meine eigene Praxis zu Hause immer mehr zu genießen. Beim Yoga fühlte ich mich frei und verbunden mit mir selbst. Es wurde ein unverzichtbarer Genuss, jede verfügbare Minute mit Yoga zu verbringen und mich so zu bewegen, wie es sich gut anfühlte.

Hunderte von wertvollen Stunden auf meiner Yogamatte später kann ich heute sagen, dass mich Yoga zu einem anderen Menschen machte. Ich entwickelte eine so intensive Verbindung zu mir selbst, dass das Vertrauen auf meine Gefühle, Gedanken und meine Intuition zu einer völlig neuen Kraftquelle wurde. In allen Lebensbereichen fiel es mir zunehmend leichter, schwierige Entscheidungen zu treffen, mutiger zu sein, Veränderungen anzunehmen und auch mal eine andere Meinung zu vertreten – ich konnte mich jederzeit auf mein Gefühl verlassen. Ich trennte mich von alten Gewohnheiten, Erwartungen, den Regeln anderer Menschen und ganz aktuell sogar von meinem Job, dem ich seit 12 Jahren treu war. Warum? Weil ich dabei auf mein Gefühl hörte.

Natürlich müssen wir im Leben manchmal Dinge tun, auf die unser Gefühl keine Lust hat. Dazu gehört z.B. den Müll rausbringen, die Steuererklärung machen oder das Auto putzen. Aber in den meisten Bereichen unseres Lebens haben wir die Wahl. Wir können entscheiden, wie wir denken, was wir tun oder wie wir unser Leben lenken möchten.

Ich möchte in meinem Leben noch mehr Menschen für Yoga und einen allgemein gesunden Lebensstil begeistern. Warum? Weil ich dabei auf mein Gefühl höre.

 

Mein Yogaalltag: HONOR YOUR DAYS!

3Ich bin eher der „frühe Vogel“ und stehe gerne zeitig morgens auf, um möglichst viel von meinem Tag zu haben. Die aktuelle Reebok Kampagne #HonorYourDays spricht mir aus dem Herzen. Ich möchte jeden Tag meines Lebens auskosten und das Beste aus ihm rausholen. Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich nicht super fit und mit bester Laune aufwache. Erst recht unverzichtbar ist dann mein Yoga am Morgen. Aufzuwachen und meinen Körper mit sanften Bewegungen zu mobilisieren, macht mir das Aufstehen viel leichter. Ich liebe das Gefühl, meinen Körper mit den ersten Streckungen, Dehnungen und einer tiefen Atmung zu beleben. Yoga am Morgen gibt mir Power für den ganzen Tag und ganz besonders super finde ich, dass ich noch nicht mal aufstehen muss und gleich im Bett loslegen kann.

Tagsüber finde ich immer wieder den Weg auf die Yogamatte oder integriere meine Yogaübungen einfach genau dort, wo ich mich gerade befinde. Yoga funktioniert überall – im Auto, auf dem Bürostuhl, beim Spaziergang oder auch ganz gemütlich auf der Couch. Das regelmäßige Üben von Yoga wird dann zur Routine, wenn wir es uns selber nicht zu kompliziert machen. Wir brauchen keinen heiligen Ort, keine Hilfsmittel und eigentlich noch nicht mal eine Yogamatte, um uns zu bewegen. Wichtig ist, dass wir es mit Leichtigkeit tun und darauf hören, was unserem Körper guttut – und das geht überall.

 

Meine Lieblingsübung: MOVING WITH EASE!

Die eine Lieblingsübung gibt es bei mir nicht. Ich liebe jede Haltung, in der ich meinen Körper mit Leichtigkeit und Freiheit bewegen kann. Im Gegensatz zu anderen Yogaformen liegt der Fokus bei Stråla Yoga nicht auf der einzelnen Yogapose, sondern auf den Bewegungen. Alles ist im Flow, die Yogaposen dienen nur als Wegweiser und sind im Grunde nicht viel bedeutungsvoller als irgendeine andere Haltung, in der wir uns gut fühlen.

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Trotz forderndem Flow können wir uns entspannen, wenn wir den Blick von der Perfektionierung einer Pose abwenden. Natürliche und freie Bewegungen sind einzigartig und sehen bei jedem von uns anders aus. Sie werden von unseren Gefühlen und Gedanken gesteuert, nicht durch Vorgaben von „Richtig & Falsch“. Jeder von uns bringt also schon das mit auf die Welt, was man für Yoga braucht. Jeder von uns hat Gefühle und kann damit seinen individuellen Bewegungen Raum geben. Zugegeben ist das anfangs schwerer, als sich nur von Pose zu Pose dirigieren zu lassen, aber es ist viel wertvoller und intensiver.

 

Mein Yoga – Dein Yoga: MAKE YOUR OWN YOGA!

Alles was mir gut tut, muss nicht zwingend Dir guttun. Nur Du kannst herausfinden, welche Bewegungen, welches Tempo, welche Musik und welche Umgebung Bestandteil von Deinem Yoga sein sollen. Wenn ich Dir noch drei Tipps mit auf den Weg geben darf, an die Du bei Deiner Yogapraxis immer mal wieder denken kannst, dann sind es diese hier:

 

Leg Deinen Fokus auf natürliche Bewegungen und nicht auf die Pose!

In den Bewegungen kannst Du Deinen Körper viel besser kennen lernen, als wenn Du Dich in irgendeine Pose zwingst. Du kannst viel mehr erreichen, wenn Du weißt, wozu Dein Körper bereit ist oder noch nicht.

Hör auf Dein Gefühl!

Gefühl ist alles, Gefühl sollte die Grundlage für all Deine Regeln sein. Beweg Dich so, wie es sich gut anfühlt. Tu das, was Dir guttut!

Verbinde Deine Atmung mit Deinen Bewegungen!

Du kannst atmen und tust dies oft viel zu unbewusst. Lass Deine Atmung die Steuerung Deiner Bewegungen übernehmen, so kannst Du mehr und mehr Deine Gedanken abschalten. Lass jede Einatmung etwas mehr Raum in Deinen Körper bringen und Dich jede Ausatmung etwas tiefer in den Raum hineintragen.

Stay easy and see you on the mat

 

Folgt Anna auf Instagram: @Yogaliebe

 

Website Anna: www.yoga-liebe.de

 

Website Fotograf: www.petermuntanion.com

 

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