alert-erroralert-infoalert-successalert-warningbroken-imagecheckmarkcontact-emailcontact-phonecustomizationforbiddenlockedpersonalisation-flagpersonalizationrating-activerating-inactivesize-guidetooltipusp-checkmarkusp-deliveryusp-free-returnsarrow-backarrow-downarrow-left-longarrow-leftarrow-right-longarrow-rightarrow-upbag-activebag-inactivecalendar-activecalendar-inactivechatcheckbox-checkmarkcheckmark-fullclipboardclosecross-smalldownloaddropdowneditexpandhamburgerhide-activehide-inactivelocate-targetlockminusnotification-activenotification-inactivepause-shadowpausepin-smallpinplay-shadowplayplusprofilereloadsearchsharewishlist-activewishlist-inactivezoom-outzoomfacebookgoogleinstagram-filledinstagrammessenger-blackmessenger-colorpinterestruntastictiktok-defaulttiktoktwittervkwhatsappyahooyoutube
/ September 2021

Die Kluft zwischen der Berichterstattung von Männern und Frauen im Sport

 
Während die Welt voranschreitet, nähern wir uns langsam einer größeren Gleichstellung und einer geringeren Kluft zwischen Männern und Frauen in Bereichen wie Chancen und Bezahlung – aber selbst die schleppenden Fortschritte in diesen Bereichen sind schneller, als die Medien mit der Berichterstattung über Sportlerinnen. 
 
Um die Kluft zwischen der Berichterstattung von weiblichen Mannschaften und Spielerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Äquivalenten aufzuzeigen, analysiert diese Studie von Reebok die Anzahl der Artikel, die über verschiedene Teams in Deutschland und im Ausland geschrieben wurden . Zudem wurden auch untersucht, wie viele Menschen online nach Informationen über diese Sportler:innen suchen.
 
Zudem sind wir auch auf die Reaktion zu diesen Informationen über die Sportler:innen eingegangen und haben die Social-Media-Reaktion in Form von Emoji-Markierungen berücksichtigt, um genau zu zeigen, was die Öffentlichkeit über die Spieler:innen denkt. 
 

Sportberichterstattung über die Geschlechter in Deutschland

Sportberichte 

 
Die Kluft zwischen der Berichterstattung über weibliche und männliche Sportler:innen ist groß. Insgesamt wurden rund 3.140 Artikel über männliche Sportmannschaften veröffentlicht wobei nur 112 zu den weiblichen Mannschaften. Das bedeutet, dass im Durchschnitt rund 3.028 Artikel mehr über männliche Teams erscheinen, welches für alle Sportarten dieser Studie (Fußball, Basketball, Handball und Eishockey) gilt.
 
Der deutlichste Unterschied ist im Fußball zusehen - im Durchschnitt gibt es 9.389 Artikel mehr über männliche Mannschaften. Allerdings ist in allen vier Sportarten dieser Studie der Abstand größer als die Anzahl der überhaupt veröffentlichten Artikel über Frauenmannschaften insgesamt.



Die vollständigen Zahlen der Artikel sind in der Tabelle zu sehen.

DC 1

 

Ähnlich groß ist auch der Unterschied beim Interesse der Fans. Jeden Monat werden durchschnittlich 7.507 mehr Suchanfragen über Nachrichten von männlichen Mannschaften gestellt, als über weiblichen Mannschaften - mit einer Rate von 8.143 Suchanfragen für männliche Sportler gegenüber 636 für weibliche Spielerinnen.
 
Auch hier ist der größte Unterschied wieder im Fußball zusehen -  jeden Monat werden 8.711 mehr Suchanfragen über die männlichen Teams gestellt,  als über die weiblichen Teams.
 
 
Die vollständige Aufteilung über alle recherchierten Sportarten ist hier aufgeführt.
 
DC 2 
 

Deutschlands Top-Teams

In Deutschland ist die Männermannschaft von Borussia Dortmund die beliebteste Mannschaft. Im letzten Jahr wurden 36.252 Artikel über die Mannschaft veröffentlicht und es wurden durchschnittlich 74.000 Google-Suchanfragen pro Monat gestellt.
 
In der gleichen Sportart ist die Spitzenmannschaft der Frauen die Sportmannschaft SGS Essen - allerdings wurden nur rund 401 Artikel über das Team geschrieben und die Google-Suchanfragen betrugen gerade einmal 40. 
 
Mit durchschnittlich 6.165 Artikeln pro Mannschaft (beider Geschlechter) ist Fußball im Allgemeinen die Sportart, über die am meisten Berichtet wird. Der SGS Essen liegt mit 5.764 Artikel unter dem Durchschnitt. 
 
Geht es um die Meinung der Leute zu den Nachrichten, fallen diese jedoch eher zugunsten der weiblichen Teams aus.
 
Auf Facebook, wo Emojis genutzt werden können, um Posts und Artikel schnell mit "Wütend", "Haha", "Liebe", "Traurig" oder "Wow" zu markieren, wurden Artikel über Frauenfußballmannschaften zu 77 % mit "Liebe" und nur 3% „Wütend“ markiert. Währenddessen es bei den männlichen Teams nur 29% „Love“- und 13% „Wütend“- Reaktionen waren, weitere 37% haben die Artikel mit „Haha“ markiert – bei den Frauen waren es nur 6%. 
 
Das bedeutet, dass positive „Liebes“-Reaktionen bei Nachrichten über weibliche Teams deutlich höher waren als bei den männlichen – während die negativen Reaktionen wie „Wütend“ bei Artikeln über die männlichen Sportler relativ hoch ausfielen.
 
Außerhalb des Fußballs gibt es selbst bei Sportarten wie Basketball, über die generell weniger Berichtet wird, eine erhebliche Geschlechterdifferenz innerhalb der Berichterstattungen - mit durchschnittlich 540 Artikeln über männliche Mannschaften und nur 58 über weibliche und Google-Suchanfragen von durchschnittlich 242 pro Monat im Vergleich zu nur 10 bei den weiblichen Teams.
 
Spitzenreiter war hier das Männerteam Alba Berlin mit 2181 Artikeln und 320 Suchanfragen, bei den Damen waren es die Flippo Baskets BG 74 mit 120 Artikeln und rund 10 Google-Suchanfragen.
 
Aber auch hier waren die Reaktionen auf das weibliche Team deutlich positiver, 54 % der Reaktionen waren mit „Liebe“ markiert im Vergleich zu 41 % für das männliche Alba Berlin Team.
 
Internationale Teams 

Mit 612 veröffentlichten Artikeln ist der englische Frauen-Cricket die Top-Frauensportart im internationalen Vergleich  – allerdings suchen mit 33.100 Suchanfragen mehr Menschen in den USA nach Frauenfußball.
 
Im englischen Cricket der Frauen wurden dagegen nur 5.400 Suchanfragen durchgeführt, was aber noch immer die zweithöchste unter allen erfassten Suchanfragen ist. An dritter Stelle ist das englische Frauenhockey - hier wurden 3.600 Artikel veröffentlicht und 41 Google-Suchanfragen gestellt.
 
Wie auch in Deutschland machte die „Love“-Reaktion bei den Frauen im Durchschnitt 74 % aus, bei den Männern lag diese nur bei 51 %.
 
Die meisten „Liebes“-Reaktionen unter den deutschen männlichen Mannschaften gab es mit 96 % bei dem Männervolleyball, während es bei den weibliche Mannschaften mit 100 % nur positive Reaktionen für den deutschen und österreichischen Fußball, den englischen Basketball und das US-Eishockey gab (dies liegt teilweise auch an den geringeren Gesamtreaktionen auf die Beiträge).
 
Bei den weiblichen Sportmannschaften waren mit einer mäßigen hohen „Wut“-Reaktion nur die englische Fußballmannschaft betroffen.
/ September 2021