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/ September 2020
Myles Loftin, Reebok Contributor

Fotograf Myles Loftin entscheidet sich bewusst für Positivität

Der Fotograf erklärt mit eigenen Worten, wie er anderen mit seiner Kunst hilft und wie Reeboks Classic Leather Legacy ihn inspiriert hat.

Beim Gedanken daran, was ich im Leben erreichen und hinterlassen möchte, fällt mir vor allem ein, dass ich bei meiner Arbeit das nutzen will, was ich habe und was irgendeine positive Wirkung auf die Welt haben kann – egal ob im großen oder kleinen Rahmen. 

Mit diesen Bildern für Reebok wollte ich zeigen, dass es möglich ist, alles aus einer positiven und hellen Perspektive zu sehen, wenn man danach sucht. Der Großteil dieser Positivität kommt von einem selbst und von dem, was man nach in die Welt hinausstrahlt. Ich versuche mit meinen Fotos, positive Erlebnisse zu schaffen. 

Mit dem Fotografieren habe ich vor circa 8 Jahren angefangen, als ich 14 war. Ich kam gerade in die neunte Klasse und lernte durch Freunde Tumblr kennen. Mein frisch gestarteter Blog auf Tumblr öffnete mir die Augen für die Welt der Fotografie, vor allem im Bereich Fashion. Ich fand die Bilder, die ich auf der Plattform sah, und die Art wie bestimmte Fotos es schafften, Glücksgefühle bei mir auszulösen, sehr inspirierend. Genau das wollte ich mit meiner Kunst auch erreichen und da fing meine Leidenschaft für Fotografie an. Nachdem ich auf einer Urlaubsreise nach Italien mit meinen Eltern und meiner Schwester mit der Kamera meines Onkels fotografieren durfte, entschied ich mich schließlich Vollzeit-Fotograf zu werden. 

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Das war der Startschuss für meine Karriere als Fotograf und damit die Kreation von Kunstwerken, die Menschen positiv beeinflussen. Vorher war mir die intensive Wirkung von Bildern auf eine Gesellschaft und deren Fähigkeit, Veränderungen anzustoßen, gar nicht bewusst. Ich schoss wunderschöne Bilder, aber mir war nicht so ganz klar, dass diese Bilder auch als Werkzeug für etwas benutzt werden konnten, das größer war als ich. 

Als ich anfing, mich mehr mit der Online-Community auszutauschen, merkte ich, dass viele ihre Arbeit nutzten, um für soziale Gerechtigkeit einzustehen und die schwierigen Teile ihrer Identität zu verarbeiten. Da wurde mir bewusst, dass ich mit meiner Kunst noch so viel mehr tun konnte. Als ich am New Yorker College ,Parsons School of Design‘ anfing und mich wirklich auf den Fotografie-Studiengang konzentrierte, wurde mir klar, dass Bilder eine entscheidende Rolle darin spielen, wie wir uns und andere sehen. 

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Mir wurde bewusst, dass ich als schwarzer und queerer Fotograf die Verantwortung habe, den Horizont anderer über die Menschen in meinen Communitys zu erweitern. Aus dieser Verantwortung heraus entstehen meine Werke. Es geht um den Wunsch, Menschen wie mir das Gefühl zu geben, dass sie es wert sind, Raum einzunehmen und frei zu sein, und andere daran zu erinnern, dass wir es verdienen, gesehen und respektiert zu werden. Ich möchte, dass Menschen meine Arbeiten sehen und die Menschlichkeit derjenigen, die mir Modell stehen, erkennen. 

Fotografie ist hier das beste Medium. Dadurch konnte ich Dinge erleben, die ich nie für möglich gehalten hätte. Ich habe unglaubliche Menschen getroffen, die mich gelehrt haben, dass ich alles tun und sein kann, was ich mir vornehme, wenn ich nur die Störgeräusche ausblende. Ich bin sehr dankbar für die Entwicklung, die ich durchgemacht habe, und für die Erkenntisse über mich selbst und die Welt. 

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Fotografie hilft mir auch in diesen unsicheren Zeiten, die wir gerade durchleben. Zurzeit bin ich zu Hause bei meinen Eltern in Maryland bis sich die Situation in New York wieder entspannt hat. 

Es war ein unerwartet schönes Gefühl, nach Hause zu kommen. Ich glaube, der Tapetenwechsel hat mir gut getan, nach all dem Chaos in New York City. 

Im Moment versuche ich einfach, das Leben so zu nehmen wie es kommt und mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren (wie z. B. die Tatsache, dass ich nach 4 langen Jahren endlich mit dem College fertig bin). Ich achte auch darauf, Dinge zu tun, die mich motivieren und glücklich machen. 

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Fotografie hat mich in dieser schwierigen Zeit immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ich beschäftige mich viel damit, neue, positivere Wirklichkeiten zu schaffen, aber auch die Wirklichkeiten der Menschen in meinem Umfeld zu reflektieren. Bei der Interpretation des Reebok Classic Leather Legacy kamen genau diese Aspekte zum Tragen. Ich wollte mit meiner Kreation zeigen, dass wir sogar in solch verwirrenden Zeiten nach etwas Positiverem streben können. Deswegen habe ich mit Spiegeln und reflektierenden Materialien gearbeitet. Spiegel geben uns die Möglichkeit, uns selbst zu sehen und zu verändern, aber sie sind auch gleichzeitig eine Art Portal in eine andere Welt. Ich glaube, dass meine Fotos meinen Wunsch nach einer besseren Zukunft für mich und andere Menschen wie mich repräsentieren, aber auch den Wunsch nach einer Rückkehr in die „Normalität“. 

/ September 2020
Myles Loftin, Reebok Contributor