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Style / Juli 2020
Danielle Rines, Reebok Editorial

Repräsentation der LGBTQ+-Community beginnt mit Inklusion

Die Protagonisten von Reeboks Kampagne „Proud Notes“ sprechen über die Bedeutung von Repräsentation und darüber, wie sie privat für Gleichberechtigung kämpfen.

 
 
Die LGBTQ+-Community kennt den Kampf darum, gehört, wahrgenommen und akzeptiert zu werden, nur allzu gut. Als Community, die seit Jahrzehnten marginalisiert wird, hat sie jedoch nie aufgehört zu kämpfen. 51 Jahre sind seit den Stonewall Riots vergangen, einer gewaltsamen Polizei-Razzia in einer Schwulenbar in Manhattan 1969, die zu einem Wendepunkte in der LGBTQ+-Rechtsbewegung wurde. Der Vorfall war ein Auslöser für die Rebellion von Menschen, die nur weil sie sie selbst waren misshandelt wurden, und brachte eine ganze Generation dazu, für Bürgerrechte zu kämpfen. In Gedenken an diesen historischen Moment und die erzielten Fortschritte finden im Monat Juni weltweit üblicherweise Pride Parades statt. Auch wenn sich seit jenem Sommer von 1969 viel verbessert hat, gibt es immer noch viel zu tun, um Inklusion und Respekt für alle zu erreichen. 51 Jahre später kämpft die queere Community weiterhin für Gleichberechtigung und Repräsentation. 
 
Marken sind in der Verantwortung, diesen Kampf zu unterstützen. Vor allem für Kinder und junge Erwachsene ist es wichtig, Vorbilder zu haben, die wie sie sind. Wenn Marketingkampagnen eine diverse Gruppe von Menschen ausblenden, entsteht ein falsches Bild davon, wie die Welt wirklich aussieht. Diejenigen, die an der Macht sind, müssen dazu gebracht werden, dafür zu sorgen, dass Inklusion konkret stattfindet und sich alle Communitys akzeptiert fühlen. In einer Welt voller oberflächlicher Markenauftritte hielt es Reebok für wichtig, die eigene Pride-Kampagne so authentisch und realitätsnah wie möglich zu gestalten. Anlässlich des Pride-Monats hat Reebok eine Kollektion und Kampagne kreiert, die der LGBTQ+-Community, Freunden und Familie gewidmet sind.. Die Kollektion namens „All Types of Love“ steht für die vielen Arten zu lieben und geliebt zu werden und das Bedürfnis nach menschlicher Nähe. 
 
Reebok hat sich Inklusion schon immer auf die Fahne geschrieben, kontinuierlich Grenzen verschoben und Normen neu definiert. Deshalb spendet Reebok diese Saison im Rahmen dieser Bemühungen und Kampagne 75.000 $ an das It Gets Better Project, ein internationales LGBTQ+-Hilfsprogramm, das LGBTQ+-Jugendliche auf der ganzen Welt fördert, befähigt und vernetzt. Die Initiative soll Menschen inspirieren, ihre Storys zu teilen und der nächsten Generation von LGBTQ+-Jugendlichen zu zeigen, dass es da draußen Hoffnung gibt und dass es besser wird.
 
 
Reeboks begleitende Pride-Kampagne „Proud Notes“ bietet eine Plattform, auf der authentische, engagierte Personen ihre einzigartigen Geschichten und Lebenswege teilen, umrahmt von wertschätzenden Botschaften von Menschen, die ihnen nahestehen. Die Kampagne zeigt fünf Aktivistinnen und Aktivisten: Twiggy (Choreographin), Wazina (Pädagogin), Dylan (Model und KünstlerIn), Nali (TänzerIn) und June (Model). Sie tragen Reeboks Kollektion (die sie genau so feiert, wie sie sind) und sprechen jeweils über ihre Leidenschaften und darüber, wie sie sich für Veränderung einsetzen.
 
Wazina, Sexualpädagogin und Mitschöpferin von „Coming Out Muslim: Radical Acts of Love“, fühlt sich durch Repräsentation in den Medien unterstützt. Sie schuf eine Reihe von Storytelling-Performances, um zu zeigen, wie unterschiedlich das Queer-Sein aussehen kann. Sie sagt, Repräsentation sei eine Bestätigung, dass du nicht allein bist. „Es gibt Hoffnung, wenn Menschen wie man selbst in den Medien und Nachrichten vertreten sind bzw. wenn man jemanden hat, mit dem man sich identifizieren kann.“ Das kann eine Art Wegweiser sein, denn viele von uns haben keine Wegweiser oder Ratgeber. Dann sind Medien wenigstens eine Form, Bestätigung zu erhalten.“ 
 
Laut eines GLAAD-Berichts von letztem Jahr tut die Filmindustrie langsam etwas gegen die Tatsache, dass die LGBTQ+-Community bisher unterrepräsentiert war. Auch TV-Netzwerke haben sich der Herausforderung von GLAAD gestellt, bei gescripteten Primetime-Shows bis 2020 die LGBTQ-Personen unter den Hauptcharakteren einer Serie auf mindestens 10 % zu erhöhen. Aber bei Repräsentation geht es nicht nur um Sichtbarkeit. Wazina sagt, es dürfe nicht vergessen werden, wer hinter den Kulissen tätig ist. „Es ist so wichtig, in den Medien sichtbar zu sein. Aber ist auch wichtig, dass diejenigen, die Regie führen, Drehbücher schreiben, produzieren und Inhalte erstellen aus der Community stammen, die repräsentiert werden soll.“
 
 
Die Casting- und Management-Agentur New Pandemics ist eine Agentur, die ausschließlich daran arbeitet, die Sichtbarkeit der LGBTQ+-Community zu erhöhen. Dylan, bei der Agentur als MalerIn und Model unter Vertrag, sieht sich in der Verantwortung, jungen Menschen zu zeigen, dass das Modeln nicht nur einem bestimmten Personentyp vorbehalten ist. „Ich denke, meine Arbeit hat viele inspiriert, vor allem meine FreundInnen, die sich wie ich eher männlich präsentieren. Viele kommen auf mich zu und sagen: ,Wow, auf den Plattformen, auf denen du warst, habe ich noch nie jemanden gesehen, der genau wie wir ist‘. Das ist eine Inspiration für meine FreundInnen, weil sie es vor fünf Jahren nie für möglich gehalten hätten, als Model arbeiten zu können.“
 
Dylans PartnerIn Nali, bei der Agentur als Performance-KünstlerIn und TanzlehrerIn unter Vertrag, hält Dylan für ein Paradebeispiel für jemanden, der Barrieren durchbricht, in dem er sich selbst treu bleibt. „Ich bin so stolz, dass Dylan immer einfach sie selbst ist, sogar beim Modeln. Ich sehe sonst nicht viele maskuline Lesben, die modeln, und Dylan hat wirklich immer und immer zu sich gestanden und sich nicht verstellt.“
 
 
Im Monat Juni feiert die Welt die queere Community, aber wir dürfen nicht vergessen, wie alles anfing und wie der LGBTQ+-Community immer noch täglich Ungerechtigkeit widerfährt. Das Model June, das sich für die Gesundheitsversorgung von Trans*-Menschen engagiert, hält das aktuelle System nach wie vor für unzulänglich. „Die Strukturen und Institutionen, deren Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass Communitys gesund und zufrieden sind, werden nicht allen von uns gerecht. Es ist an uns, aktiv zu werden und selbst für uns Verantwortung zu übernehmen.“ Während die Repräsentation von Trans*-Menschen in den Medien zunimmt, gibt es nach wie vor nur wenige Gesetze, die sie schützen. „Es war für mich schon immer selbstverständlich, für meine Trans*-Familie zu kämpfen, und dringend notwendig. Schon seit Jahren tun wir lautstark kund, was wir brauchen.“
 
Die zwei Trans*-Frauen Marsha P. Johnson and Sylvia Rivera führten die Stonewall Riots an und machten vor, was möglich ist, wenn eine Community Solidarität zeigt. Doch Trans*-Menschen werden noch immer diskriminiert und müssen sich Gleichberechtigung wieder und wieder hart erkämpfen. June sagt, es gehe darum, gemeinsam bedeutende Veränderungen zu bewirken. „Gerade heutzutage wird uns nicht nur von allen Seiten gesagt, dass wir in dieser Welt keinen Platz hätten, Trans*-Frauen werden auch weltweit attackiert. Zu sehen, wie meine Schwestern sich davon nicht entmutigen lassen und trotz all dem Scheiß, den sie tagtäglich erleben, wundervolle, inspirierende und unglaublich wichtige Arbeit leisten, gibt mir Hoffnung und Energie weiterzumachen.“
 
 
Twiggy sagt, sie beschäftige sich schon ihr ganzes Leben mit Öffentlichkeitsarbeit und Aktivismus und habe sich dabei besonders auf ein Thema konzentrieren wollen, das sie aus eigener Erfahrung kennt. Das gelingt ihr nach eigener Aussage mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit, der Unterstützung von obdachlosen LGBTQ+-Jugendlichen und als Programmdirektorin für True Colors United.
„Ich halte Öffentlichkeitsarbeit für sehr wichtig, denn so viele Jahre lang sollten Menschen für etwas Lösungen finden, mit dem sie keine persönlichen Erfahrungen hatten, und das hat uns nicht weit gebracht.“ Sie sagt, sie könne wirklich etwas bewirken, indem sie sich auf ihre Erfahrungen stützt. „Die Tatsache, dass ich selbst queer, nicht-binär, schwarz und aus dem Süden bin und viele Facetten der Obdachlosigkeit erlebt habe, gibt mir einen Fokus und prädestiniert mich für die Arbeit, die ich mache.“
 
 
All diese Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der LGBTQ+-Community für mehr Sichtbarkeit führt manchmal zu kleinen, aber bedeutenden Schritten in die richtige Richtung. Diese Aktivisten setzen sich dafür ein, dass jeder, unabhängig von der Geschlechtsidentität, sexuellen Orientierung oder Hautfarbe, gleichberechtigt und angemessen repräsentiert ist. Die jüngste Entscheidung des US Supreme Court zum Schutz der Rechte homosexueller und Trans*-Arbeiter ist ein sichtbarer Triumph, der hoffentlich zu weiteren Entscheidungen zugunsten gleicher Rechte für die LGBTQ+-Community führen wird. Die Dinge ändern sich also und viele hoffen, dass mit der Zeit vorgefertigte Meinungen und Vorurteile Verständnis und Akzeptanz weichen. 
Style / Juli 2020
Danielle Rines, Reebok Editorial
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