alert-erroralert-infoalert-successalert-warningarrow-left-longbroken-imagecheckmarkcontact-emailcontact-phonecustomizationforbiddenlockedpersonalisation-flagpersonalizationrating-activerating-inactivesize-guidetooltipusp-checkmarkusp-deliveryusp-free-returnsarrow-backarrow-downarrow-leftarrow-right-longarrow-rightarrow-upbag-activebag-inactivecalendar-activecalendar-inactivechatcheckbox-checkmarkcheckmark-fullclipboardclosecross-smalldownloaddropdowneditexpandhamburgerhide-activehide-inactivelocate-targetlockminusnotification-activenotification-inactivepause-shadowpausepin-smallpinplay-shadowplayplusprofilereloadsearchsharewishlist-activewishlist-inactivezoom-outzoomfacebookgoogleinstagram-filledinstagrammessenger-blackmessenger-colorpinterestruntastictwittervkwhatsappyahooyoutube
Training / Juni 2020
Dan Stahl, Reebok Contributor

Diese Fitnesstrainerin hat beim Online-Training die Nase vorn

Katie Kollath – Personal-Trainerin und Gründerin eines Online-Fitness-Business – hilft Kunden und anderen Trainern, sich in der neuen Normalität zurechtzufinden.

Erst als Genevieve Ford nach ihrem Uni-Abschluss 2016 nach Chicago zog, packte sie das Fitnessfieber. Natürlich hatte sie Sportunterricht an der Schule, aber danach achtete sie nicht besonders auf körperliche Aktivität oder Ernährung. Als sie allerdings ein Fitnessstudio in ihrer Straße entdeckte, wurde sie Mitglied. 
 
„Da gab es die Möglichkeit, mit Hinblick auf die eigenen Fitnessziele ein Treffen mit einem Personal Trainer zu arrangieren“, erzählt Genevieve. „Ich hatte das Glück, an Katie zu geraten. Sie machte die erste Fitness-Einschätzung und wurde meine Trainerin.“
 
Das Training machte einen neuen Menschen aus ihr. „Ich hatte plötzlich eine ganz neue Einstellung zu meiner Gesundheit“, erinnert sich Genevieve, die von den wöchentlichen Workouts mit Katie nicht genug bekommen konnte. Zumindest bis ihre Trainerin nach Colorado zog.
 
Was sollte sie jetzt ohne ihre Fitness-Koryphäe machen? Zuerst besuchte Genevieve einen HIIT-Kurs. Der Kurs an sich gefiel ihr, aber sie vermisste Katies Energie. Ohne das wöchentliche Training litt auch ihre Motivation. Doch glücklicherweise gibt es das Internet.
 

Online-Fitness

Genevieve vernetzte sich mit Katie und fing mit virtuellem Personal Training an. Sie war erstaunt wie effektiv das war. Schon Monate bevor die gesamte Welt sich auf virtuelle Kommunikation umstellte, hatten Genevieve und Katie bereits ein solides Repertoire an Workouts und Tipps für einen gesunden Lifestyle aufgebaut. Am Anfang fühlte es sich ungewohnt an, aber im Frühling war es schon fast so als hätten sie es nie anders gemacht.
 
Online-Training ist etwas, womit sich die von der National Academy of Sports Medicine zertifizierte Personal-Trainerin und Mitgründerin von Barpath Fitness, einem Online-Coaching-Service, einige Jahre lang immer mal wieder beschäftigt hatte, bevor sie ihren Fokus hauptsächlich darauf legte. Als Katie mit ihrer Partnerin 2019 nach Colorado zog, nahm sie das als Gelegenheit, sich mit dieser wachsenden Branche näher zu beschäftigen. Einige ihrer Kunden aus Chicago wollten weiter mit ihr trainieren, sagt Katie, „also war das der perfekte Moment, dieses Online-Training-Ding mal auszuprobieren“.
 
Den meisten Kunden war's tatsächlich sogar lieber so. „Ich schicke ihnen die Workouts und sie können sie machen, wann sie Zeit haben“, erklärt Katie. „Wir müssen also nicht mehr nach Terminen suchen, die uns beiden passen.“ Trotzdem ist es für Katie wichtig, dass die Kunden wissen, dass sie sie problemlos erreichen können. „Meine Kunden haben meine Nummer und sie können mich tagsüber immer kontaktieren, wenn sie Fragen haben. Normalerweise gebe ich sofort Rückmeldung.“ 
 
Auch aus der Ferne hat Katie immer ein Auge auf ihre Kunden. „Sie schicken mir Videos davon, wie sie trainieren und ihre Übungen machen, damit ich ihnen bei Bedarf Video-Feedback geben kann.“ Sie meldet sich auch wöchentlich, teilweise sogar täglich bei ihnen. Diese Kommunikation hilft, Fortschritte mitzuverfolgen und „die Beziehung, die normalerweise persönlich stattfindet, am Laufen zu halten“. 
 
Der Vorstoß ins virtuelle Training erwies sich als ausgesprochen vorausschauend. Als im Frühling in den USA Selbstisolation an der Tagesordnung stand, war Katie für ihre Kunden da. „Der Übergang war ehrlich gesagt recht einfach“, gibt sie zu. „Wir haben den Kunden gesagt, dass wir ihnen zeitnah den Wechsel zu Home-Workouts anbieten können.“ Und fast alle haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht. 
 

Trautes Heim in neuem Licht

Home-Workouts stellen besondere Herausforderungen dar, vor allem in Sachen Motivation. „Viele Menschen wollen ihr trautes Heim nicht mit anstrengendem Training assoziieren“, so Katie. Wenn dann noch der Stress durch die globale Gesamtsituation dazukomme, sei es noch schwieriger, Fitness zu Hause in den Vordergrund zu stellen, „auch wenn Training in dieser Situation mit am besten helfen würde“, betont sie.
 
Um den inneren Schweinehund zu überwinden, hat Katie den folgenden überraschenden Tipp parat: Man darf sich nicht auf Motivation verlassen. „Motivation ist ein flüchtiges Gefühl“, weiß sie. „Mal ist man hochmotiviert und dann wieder überhaupt nicht.“ Sie empfiehlt, sich stattdessen auf Disziplin zu konzentrieren (wenn du die beruflichen Fristen schaffst, warum dann nicht die persönlichen?) und buchstäblich mit dem ersten Schritt anzufangen. „Ein Körper, der in Bewegung ist, bleibt in Bewegung“, erklärt Katie. „Wie wär's mit einem 10-minütigen Spaziergang direkt vor dem Workout? Das ist nun wirklich nicht schwer. Du kannst dir zum Beispiel einen Podcast anhören und, wenn du zurück bist, gleich mit dem Workout loslegen, weil du ja schon in Bewegung bist.“
 
Dieser Tipp hat auch schon Genevieve geholfen, die zugibt, an manchen Tagen mit sich zu kämpfen. Sie ist nun schon seit einer ganzen Weile zu Hause und sagt, dass sie sich irgendwann einfach dazu gezwungen hat, spazieren oder laufen zu gehen. „Sobald ich draußen war, bin ich auch acht Kilometer gelaufen und das war der entscheidende Punkt für mich.“
 

Anderen helfen

Katie sorgt sich nicht nur um ihre Kunden, sondern hilft auch Kollegen, von denen viele plötzlich arbeitslos geworden sind, darunter einige ehemalige Mitarbeiter ihres Fitnessstudios in Chicago. „Sie wurden einfach entlassen, ohne jegliche Unterstützung“, erzählt sie. „Sie wussten nicht mehr weiter und fragten sich, ,Was soll ich jetzt tun?‘.“ 
 
Katie machte sich ihre eigenen Erfahrungen mit dem Aufbau eines Online-Training-Business zu Nutze und bot Hilfe an. „Ich wollte ihnen eine Vorstellung davon geben, was dazu gehört, Online-Workouts anzubieten“, so Katie. Erster Schritt: Erstelle einen Plan für die kommenden Wochen und Monate. „Es wird nämlich etwas dauern“, erklärt sie ihnen. „Atme tief durch. Führe dir deine Situation vor Augen: Du hast deinen Job verloren und das ist echt scheiße.“ 
 
Im nächsten Schritt machst du dir Gedanken zu der Frage, die jeder Online-Trainer für sich selbst beantworten muss. Was kannst du deinen Kunden bieten, damit sie dir auch online treu bleiben? Die Antwort falle bei jedem anders aus, so Katie, und genau das sei dann schließlich auch die jeweilige Basis für den virtuellen Trainingsansatz. Ab hier erarbeitet Katie mit ihnen zusammen Schritt für Schritt ein Programm. Ihr Rat: Finde heraus, was du diese Woche machen kannst und mach es. Und nächste Woche kommt der nächste Schritt.  
 
In Katies Augen ist das die Vorbereitung auf eine neue Realität. „Virtuelles Training ist definitiv die Zukunft – ich denke, dass immer mehr Menschen es machen werden“, sagt sie. Auf dieser Annahme wurde ihre Firma schließlich gegründet. „Wir haben diesen Trend in der Fitness-Branche eben rechtzeitig kommen sehen“, so Katie. „Alles ist jetzt online, einschließlich einige echt coole Apps fürs Online-Coaching.“
 
Während der Trend wächst, wird sie ganz vorne mit dabei sein und denjenigen unter die Arme greifen, die ihre Hilfe brauchen. 
 

Verwandte Links:

 

Relevante Produkte oder Diensteistungen:

Training / Juni 2020
Dan Stahl, Reebok Contributor