alert-erroralert-infoalert-successalert-warningarrow-left-longbroken-imagecheckmarkcontact-emailcontact-phonecustomizationforbiddenlockedpersonalisation-flagpersonalizationrating-activerating-inactivesize-guidetooltipusp-checkmarkusp-deliveryusp-free-returnsarrow-backarrow-downarrow-leftarrow-right-longarrow-rightarrow-upbag-activebag-inactivecalendar-activecalendar-inactivechatcheckbox-checkmarkcheckmark-fullclipboardclosecross-smalldownloaddropdowneditexpandhamburgerhide-activehide-inactivelocate-targetlockminusnotification-activenotification-inactivepause-shadowpausepin-smallpinplay-shadowplayplusprofilereloadsearchsharewishlist-activewishlist-inactivezoom-outzoomfacebookgoogleinstagram-filledinstagrammessenger-blackmessenger-colorpinterestruntastictwittervkwhatsappyahooyoutube
/ April 2020
Jeff Wilser, Reebok Contributor

Mehr Schlaf tut dir gut

Wenn das Zuhausebleiben etwas Gutes hat, dann dass es die perfekte Ausrede ist, mehr zu schlafen. Hier erfährst du, warum Schlaf und Workouts Hand in Hand gehen.

Klar macht es Spaß, Kundenanrufe im Schlafanzug zu beantworten; oder vom Sofa aus mit Fido zu deinen Füßen ein geschäftliches „Meeting“ abzuhalten. Aber wahrscheinlich einer der größten Vorteile während der Homeoffice-Zeit ist, dass du länger schlafen (kein Stress mit der Bahn oder dem Berufsverkehr), früher ins Bett gehen und problemlos mal ein Nickerchen machen kannst. Du kommst dir dabei vielleicht faul vor, aber tatsächlich tust du damit einfach etwas für deine Gesundheit. Unzählige Studien haben gezeigt, wie wichtig Schlaf ist – mehr Schlaf bedeutet bessere Gesundheit, mehr kognitive Leistungsfähigkeit, bessere Gedächtnisleistung und sogar mehr Erfolg beim Basketball (ja, wirklich). Deshalb sollte es statt „Work hard. Play hard.“ eigentlich „Work hard. Sleep hard.“ heißen.
 

Schlaf steigert die sportliche Leistungsfähigkeit

NBA-Spieler machen vor Spielen ein Nickerchen – und das aus gutem Grund. Während eines mehrmonatigen Experiments wurden die Sprintgeschwindigkeiten, Reaktionszeiten und Trefferquoten der Männer-Basketballmannschaft der Stanford University von dortigen Wissenschaftlern genau überwacht. Dann nahm das Team an einem fünfwöchigen „Schlafsteigerungsprogramm“ teil, im Rahmen dessen die Spieler zehn Stunden pro Nacht schliefen und so oft wie möglich ein Nickerchen machten. Daraufhin wurden die Spieler erneut überwacht. Die gut ausgeruhten Spieler zeigten deutliche Verbesserungen bei Freiwürfen (ein Plus von 9 Prozent) und Dreier-Trefferquoten (auch 9 Prozent höher), schnellere Reaktionszeiten und schnellere Sprints. Die Erkenntnis: Die Frage ist nicht, ob du lieber ausschlafen oder trainieren solltest, – beides ist wichtig.  
 

Schlafentzug tötet Gehirnzellen 

Es klingt dramatisch, ist aber leider wahr. Bei einer Studie an der University of Pennsylvania untersuchten Wissenschaftler die Gehirne von Mäusen mit Schlafentzug. Sie fanden heraus, dass die schläfrigen Mäuse nicht nur Gehirnnervenzellen verloren, – jene Zellen, die uns helfen, zu denken, vernünftig zu urteilen und motorische Funktionen auszuführen – sondern diese dauerhaft einbüßten, selbst als sie wieder normal viel schliefen. Wenn du also mal wieder in Versuchung kommst, unter der Woche wenig zu schlafen und den Schlaf am Wochenende nachzuholen, ... lass es lieber.
 

Wer mehr schläft, isst gesünder 

Schlafmangel kann zu unbewussten Verhaltensänderungen führen. Das hat zum Beispiel dieses ungewöhnliche Experiment schwedischer Wissenschaftler ergeben: Die Forscher teilten Freiwillige in zwei Gruppen ein, von denen eine die ganze Nacht wach bleiben musste, während die andere normal schlafen durfte. Dann gaben sie den Freiwilligen umgerechnet etwa 50 € und baten sie, davon im Supermarkt zu kaufen, was sie wollten. Das Ergebnis: Die übermüdeten Probanden griffen eher zu Junkfood als die ausgeschlafenen. Die Einkäufe der übermüdeten Gruppe hatten im Durchschnitt auch 9 Prozent mehr Kalorien. 
 

Schlaf reguliert den Appetit

Es hat sich ebenfalls herausgestellt, dass zu wenig Schlaf die Hormone durcheinanderbringt, die unseren Appetit regulieren. Das Hormon Leptin, beispielsweise, sendet Signale ans Gehirn, die mit bestimmen, ob du dich hungrig fühlst oder nicht. Wenn du nicht genügend schläfst, geraten diese Signale durcheinander und dein Gehirn denkt fälschlicherweise, du seist hungriger als du bist. 
 
„Kurzer oder schlechter Schlaf steht in direktem Zusammenhang mit einem erhöhten Fettleibigkeitsrisiko, da der Appetit dereguliert wird“, sagt Kristen Knutson, M.D., von der University of Chicago. Das ist problematisch, da in den USA 18 Prozent der Erwachsenen weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht bekommen (die empfohlene Dauer sind sieben bis neun Stunden). 
 

Schlaf stärkt das Immunsystem

Schlaf ist immer wichtig, aber ganz besonders in Zeiten, in denen du deinen Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern unterstützen willst. Die T-Zellen deines Körpers, die das Immunsystem regulieren, lieben es, wenn du gut und ausreichend schläfst. Laut einer Studie der University of California, San Diego, reduziert bereits eine moderate Abnahme der Schlafdauer die natürlichen Immunreaktionen und die Zytokinproduktion durch T-Zellen, also die Werkzeuge, die dir zur Krankheitsabwehr zur Verfügung stehen. 
 

Kurzschlaf verbessert die Gedächtnisleistung 

Bei einer bahnbrechenden klassischen Schlafstudie baten NASA-Wissenschaftler Astronauten, 18 verschiedene Kurzschlafvarianten auszuprobieren, um die optimale Dauer für maximale mentale Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Als ideal erwies sich ein 26-minütiges Nickerchen, das die Leistungsfähigkeit der Piloten um 34 Prozent steigerte. Aber aufgepasst: Wer länger als 30 Minuten und kürzer als 90 Minuten schläft, tut sich keinen Gefallen, denn ein kompletter REM-Zyklus dauert eineinhalb Stunden. Wenn du also zum Beispiel ein einstündiges Nickerchen machst, wachst du mitten im Zyklus auf und fühlst dich groggy (und gereizt).
 

Schlaf hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen

Jeder hat schon mal einen Typen an der Bar beobachtet, der eindeutig sternhagelvoll ist, aber immer wieder verkündet: „Schon okaaayyyy, ich bin nicht besoffeeenn!!“ Für den Rest der Welt ist es offensichtlich. Aber für diesen Herren anscheinend nicht. Ähnlich geht es deinem Gehirn, wenn du zu wenig schläfst. Menschen, die zwei Wochen lang sechs oder weniger Stunden pro Nacht schlafen, erleben deutlich verlangsamte Reaktionszeiten und kognitive Funktionen, obwohl sie sich laut Forschungsergebnissen völlig in Ordnung fühlen. Genauso wie dich zu viel Alkohol glauben lässt, du seist nicht betrunken, lässt dich zu viel Schlafentzug glauben, du habest keinen Schlafmangel. 
 
Natürlich gönnt man sich eher einen Mittagsschlaf oder geht früher ins Bett, wenn man das Gefühl hat, es sich verdient zu haben. Nutze die Homeoffice-Zeit, um ein schnelles Workout einzuschieben, ohne dass dein Chef etwas davon mitbekommt (hier findest du EMOM-Intervalle, Eigengewichtsübungen und weitere Workouts ohne Geräte). Dann noch dehnen, ein Bad nehmen und ins Bett kuscheln. Denk dran, du tust damit etwas für deine Gesundheit.
 

Verwandte Links:

/ April 2020
Jeff Wilser, Reebok Contributor