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Kick & Punch / Juni 2016
Blair Hammond, Senior Manager, Global Newsroom

Für Ronda Rousey hat Social Media nichts mit Perfektion zu tun

Wenn man beruflich im Oktagon seinem Gegner Auge in Auge gegenübersteht, bekommt der Begriff „persönliche Interaktion“ eine völlig neue Bedeutung.

Ronda Rousey findet jedoch, dass sich die Art und Weise wie sie mit anderen interagiert nicht durch ihre Kämpfe, sondern vielmehr durch Social Media verändert hat – und das nicht zum Positiven. 

Obwohl das endlose Scrollen ohne großes Nachdenken manchmal durchaus unterhaltsam sein kann, wirkt es sich zweifellos darauf aus, wie wir Menschen miteinander sprechen. Vorausgesetzt wir sprechen überhaupt noch miteinander. 

ronda social perfect never 1

„Social Media reduziert eigentlich in vielerlei Hinsicht den sozialen Aspekt unserer Kommunikation“, so Rousey. „Keiner unterhält sich mehr am Telefon. Die Menschen wollen sich nicht damit aufhalten, ,Hallo‘ und ,Tschüss‘ sagen zu müssen.“

Rousey sind ganz normale Alltagsgespräche aber nach wie vor wichtig. Die Kunst des Plauderns ist verlorengegangen und für jemanden, der so authentisch und unkompliziert ist wie Rousey, ist das ein Problem.

„An der Business School lernt man nicht, wie man mit anderen interagiert und soziale Kontakte knüpft. Das lernt man nur durch Übung im Alltag, aber die Leute „üben“ nicht mehr. Die Leute wissen teilweise nicht mehr, wie sie miteinander umgehen sollen“, sagt sie am Set für die Produktion Reeboks neuer „Perfect Never“-Kampagne, die Frauen feiert und stärken soll.

Man könnte denken, dass Rousey zu dieser Schlussfolgerung gekommen ist, nachdem sie Tausende Nachrichten auf Plattformen wie Twitter und Facebook überflogen hat, in denen ihr gesagt wird, wie sie sich zu verhalten hat. Doch tatsächlich beobachtet sie dieses Phänomen im eigenen Freundeskreis. 

„Bei meinen Freunden fällt mir auf, dass sie mir lieber Textnachrichten schicken statt zu telefonieren“, sagt sie. „Warum sollte man die unpersönliche Variante bevorzugen?“

Egal ob auf Twitter oder am Telefon – ihre Gesprächspartner haben es immer mit der „echten“ Ronda Rousey zu tun. Von Angesicht zu Angesicht wird deutlich, wie sehr sie sich nach einer ehrlichen Unterhaltung sehnt, ohne Hollywood-Blabla und Erwartungshaltung. 

ronda social perfect never group 1

„Viele Frauen sind sehr selbstkritisch, deshalb wird durch Social Media ein noch größerer Teil unseres Lebens durch Medien beeinflusst“, antwortet sie auf die Frage, ob dieser Trend unnötigen Druck auf Frauen ausübt, perfekt zu sein.

Rousey legt bei ihren Posts an Fans großen Wert auf Authentizität, auch wenn andere Promis das nicht so eng sehen. 

„Jeder schaut, was sie machen, und möchte so sein wie sie“, erklärt sie. „Wenn sie sich dann so darstellen, wie sie eigentlich gar nicht sind, anscheinend keine Probleme haben und nicht das durchmachen, was alle anderen durchmachen, denken die Leute, dass mit ihnen selbst vielleicht irgendetwas nicht stimmt.“

Rousey ist anders. Sie widersetzt sich dem Trend und trägt ihr Herz auf der Zunge. Siege, Niederlagen, Premieren und Buchdeals – Rousey hat schon vieles erlebt und ist auf Social-Media-Plattformen dennoch immer offen und ehrlich zu Fans und Kritikern. 

ronda social perfect never group 3

Das manche anders vorgehen führt Rousey auf die menschliche Natur zurück. 

„Wir wollen uns instinktiv von unserer besten Seite zeigen, um sozial anerkannt zu werden“, kommentiert sie die Instagram-Kultur, die das Leben vieler Frauen beherrscht und manchen das Gefühl gibt, nicht gut genug zu sein. „Es ist mittlerweile fast wie Körperpflege. Wenn sie ihre Social-Media-Konten pflegen, ist es, als ob sie sich selbst pflegen oder im Spiegel betrachten würden.  Nur, dass es sich hier nicht um das physische, sondern das digitale Erscheinungsbild handelt.“

Als Kämpfer braucht man weder einen Spiegel noch ein perfektes Äußeres. Rousey schaut in die Augen ihrer Gegner. Alles was sie braucht sind ihr Kopf und ihr Herz. Deshalb hört sie auf beide und verschwendet keine Gedanken an Posts oder Pins, die sie zu einer Person machen wollen, die sie gar nicht ist. 

Kick & Punch / Juni 2016
Blair Hammond, Senior Manager, Global Newsroom